Forschungen der letzten Jahre zeigen erstaunliche Fakten, Zusammenhänge oder ganz neue Perspektiven. Willkommen in der Quantenwelt!


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Schon wenig Sport verändert die DNA

Eine Studie an der University of Copenhagen, dem Karolinska Institute und der Dublin University hat ergeben, dass schon etwa eine halbe Stunde Sport (bei untrainierten Menschen) zu nachweisbaren Genveränderungen führt. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, dass Sportler meist gesünder und widerstandsfähiger sind. Die Nachricht geht durch sämtliche Medien, dabei sollte man dazu sagen, dass die Studie lediglich mit 14 Versuchspersonen durchgeführt wurde. Viele Journalisten zeigten sich von den Ergebnissen überrascht, offensichtlich hatten sie noch nichts von epigenetsichen Einflüssen gehört.
Hier noch ein Link zu einem ausführlicheren Artikel >

Leben

Ohne Mitochondrien könnten wir nicht leben. Jede unserer Zellen (naja, fast), enthält ca. 2500 dieser "Zellkraftwerke", die Energie in Form von ATP erzeugen, jeden Tag in etwa das Äquivalent zu unserem Körpergewicht. Die Mitochondrien besitzen eine eigene DNA, die anders ist als unsere Erbinformationen. Sie sind also nicht Teil von uns, sondern quasi "Symbionten". Die mitochondriale DNS wird mütterlicherseits vererbt und lässt sich über alle Generationen hinweg verfolgen. Forscher haben die mitochondriale DNS aller Menschen auf 6 Frauen zurückverfolgt. Wir sind also alle eine Familie.

Angst

Nach einem Schulungswochenende mit einem Fallbeispiel, wie ein Leben mit 'Angstmodus'-Programmierungen aussieht (siehe Video links: Was unser Leben steuert), hier ein Zitat dazu, wie man die eigenen Schwächen und Ängste als Stärken einsetzen kann (oder, mit Oprah Winfreys Worten: Wunden in Weisheit verwandeln):
"Du musst alles tun, was dir Angst macht, JR. Alles. Damit meine ich nicht, dass du dein Leben riskieren sollst, aber alles andere. Du solltest über Angst nachdenken und dir gut überlegen, wie du damit umgehen willst, denn Angst ist das große Thema in deinem Leben, glaub mir. Angst ist der Schlüssel zu deinem Ertfolg und der Hauptgrund für dein Schweitern, Angst ist das zugrunde liegende Dilemma in jeder Geschichte, die du über dich selbst erzählst. Und was ist deine einzige Chance, die du gegen Angst hast? Folge ihr. Lass dich von ihr leiten. Du darfst Angst nicht als den Schurken sehen. Betrachte Angst als deinen Führer, deinen Wegweiser."
Aus: J. R. Moehringer: Tender Bar

Menschen und Bananen

Bruce Lipton bezeichnete das Ergebnis des Human Genome Projects als 'kosmischen Witz', weil sich herausstellte, dass Menschen nur etwa so viele Gene besitzen wie Mais. Eine andere Variante der Berechnung ist diese hier:




Gefunden auf einem meiner Lieblingsblogs: Learn something every day, auf dem es jeden Tag essentell wichtige Dinge zu lernen gibt (zum Beispiel, dass unser Gehirn die Konsistenz von Tofu hat, Menschen Luftballons mit ihren Ohren aufblasen können und Frauen etwa doppelt so oft blinzeln wie Männer. Dafür verbringen Männer etwa 145 Tage ihres Lebens mit Rasieren ...). Oder eben, dass Menschen sich 50 Prozent ihrer Gene mit Bananen teilen.

Spiegel-Titeltehma: Epigenetik

Die aktuelle SPIEGEL-Ausgabe hat die Epigenetik zum Titelthema gemacht.
Der Autor der Titelgeschichte, Jörg Blech, führt die aktuellen Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Epigenetik auf, beginnend bei Mäuseversuchen bis hin zu übergewichtigen Kindern. Die 'Botschaft der Epigenetik' ist klar: Unsere Lebensweise bestimmt ebenso wie unsere Gene, wer wir sind. Unsere Gene - das ist das, was wir von unseren Eltern mitbekommen haben. Über unsere Lebensweise können wir jedoch selbst bestimmen.

Das ist wichtig, das ist revolutionär. Das ist sogar evolutionär, denn es eröffnet neue Möglichkeiten der menschlichen Entwicklung. Vor allem aber stellt die Epigenetik klar: Die Verantwortung für unser Leben heute liegt ganz klar bei uns. Die epigenetischen Folgen unseres heutigen Lebensstils reichen bis in die Generation unserer Enkel. Epigenetiker sagen verkürzt: Das, was Du heute zum Mittagessen ist, wird noch Folgen für Deine Enkelkinder haben.

Deshalb greift der Spiegel-Artikel zu kurz. Ja, epigenetische Forschungen eröffnen neue medizinische Möglichkeiten. Aber das ist 'Reparatur'. Die Epigenetik liefert auch neue Möglichkeiten zur Prävention. Das wird ebenfalls im Artikel beschrieben. Nicht richtig ist allerdings, wie es am Ende des Artikels heisst:
"Unser Erbgut lässt uns einen großen Spielraum. Theoretisch könnte es zwei extreme Zustände annehmen: entweder gar nicht oder vollständig geprägt."
Die Epigenetik liefert uns nämlich noch die Grundlage für etwas, das weit über Prävention hinausgeht. Der Molekularbiologe Bruce Lipton hat gezeigt, wie die epigenetische Prägung unserer DNS funktioniert: Nicht nur unsere Ernährung, sondern auch alle Umweltsignale, wie Emotionen, Beziehungen, aber auch Gedanken oder Worte, haben direkte Auswirkungen auf unsere Zellrezeptoren. Diese führen letztlich zu epigenetischen Veränderungen unserer Erbsubstanz. Und zwar ständig.

Bereits im Mutterleib beginnen die epigenetischen Prägungen, die sich unser ganzes Leben lang fortsetzen. Einen gar nicht oder 'fertig' geprägten Zustand gibt es also nicht. Unsere Erbinformationen befinden sich in einem ständigen Prozess der Veränderung, zu der auch unsere Lebenseinstellungen und unser Bewusstsein substanziell mit beitragen. Lipton bezeichnet diese frühen Prägungen als 'Programmierungen', weil sie wie Computerprogramme auf unbewusster Ebene unser gesamtes Leben steuern. Er vergleicht unser aktuelles individuelles Leben mit einem' Printout' (=Ausdruck) unserer Programmierungen. Was Lipton damit sagt ist nicht weniger als dass die Programmierungen der Ursprung von allem sind, was unser Leben heute ausmacht. Und noch wichtiger: dass es klare Ursache-Wirkungs-Gesetze gibt, nach denen unser Leben funktioniert.

Die Programmierungen sind damit der Schlüssel zu völlig neuen Möglichkeiten der menschlichen Entwicklung. Eine quantenphysikalische Technologie, QuantumResponse, ist bereits in der Lage, mit einem Bioenergiefeld-Scan diese Programmierungen zu entschlüsseln. Die Decodierung unserer Programmierungen liefert eine Art 'Bedienungsanleitung' für ein glücklicheres, gesünderes und erfolgreicheres Leben. Wir müssen also nicht, wie der Spiegel-Titel es andeutet, unser Erbgut 'überlisten'. Wir müssen einfach nur die epigenetische Botschaft unserer Programmierungen verstehen.

Missbrauch kann das Erbgut verändern

Moshe Szyf und sein Kollege Michael Meaney an der McGill University in Montreal sind der Fragen nachgegangen, ob es die Gene verändert, wenn Eltern ihre Kinder vernachlässigen oder missbrauchen. Sie untersuchten dazu die Gehirne von Selbstmördern, die als Kind Missbrauch oder Vernachlässigung erlebt haben und isolierten DNA-Proben der Verstorbenen.Sie kamen zu dem Schluss, dass durch die Kindheitserfahrungen ein Schlüsselgen in den Zellen des Hippocampus abgeschaltet war. Szy sagt:
"Die Erlebnisse in früher Kindheit markieren das Gehirn. [...] Diese Markierung bleibt und bewirkt irgendwann etwas Krankhaftes. In den von uns untersuchten Fällen ist es der Selbstmord." Damit geht er weit über die Frage des Missbrauchs hinaus. Seine Vermutungen lassen das gesamte Wechselspiel von Umwelt, Genen und Verhalten in einem völlig neuen Licht erscheinen."
zum Artikel >

Epigenetik für Einsteiger


BIOMAX, eine Publikation der Max-Planck-Gesellschaft, bietet eine kurze, exzellente und wunderbar gestaltete Zusammenfassung zum Thema Epigenetik zum Download an:
Epigenetik - Vererbung ist mehr als die Summe der Gene

Gefahr aus Plastikflaschen

Flaschenwasser ist eine der größten Wachstumsbranchen überhaupt, mit jährlichen Steigerungsraten um ca. 7%. Flaschenwasser ist aus ökologischer Sicht eine Katastrophe, Wasser in Plastikflaschen auch in gesundheitlicher Hinsicht.
Einer Schweizer Studie zufolge belastet abgefülltes Wasser die Umwelt je nach Verpackung und Transportweg bis zu 1000 Mal so stark wie Leitungswasser. Im schlimmsten Fall werden für die Anlieferung einer Literflasche Mineralwasser aus dem Ausland 0,3 Liter Erdöl verbraucht. Anders ausgedrückt: Auf drei Schlucke Wasser kommt ein Schluck Öl.
Im Ausland ist es daher unter fortschrittlichen Stadtverwaltungen fast schon in Mode gekommen, Mineralwässer mit einem Bann zu belegen: In Liverpool und Göteborg, New York und San Francisco soll zumindest in Regierungsgebäuden nur noch Wasser aus der Leitung getrunken werden. Mit Ihrer Mineralwasserflasche können Sie sich dort nur vor die Tür stellen - zu den Rauchern.”
heißt es im Heft 7/2009 ‘Das Grüne Gewissen’ von GEO das neue Bild der Erde (weitere Informationen zu Flaschenwasser und gesundem Wasser finden Sie hier).

In Plastikflaschen, und erschreckenderweise auch in Babyflaschen sind zudem Weichmacher enthalten, die auch langfristig eine Gefahr für unsere Umwelt darstellen. Wohl am Bekanntesten ist der Stoff Bisphenol A geworden. Bisphenol A ist zwar ungiftig, aber er reichert sich im Körper an und ruft hormonähnliche Effekte hervor. Bisphenol A führt durch seine Ähnlichkeit mit den Auswirkungen des weiblichen Hormons Östrogen u. a. zunehmend zu Unfruchtbarkeit von Männern.

Die Auswirkungen sind aber noch viel weitreichender. Bisphenol A gleicht in seiner Molekularform Östrogen und dockt deshalb an Öströgenrezeptoren auf unserer Zellmembran an. Wenn diese aktiviert werden, können Gene dauerhaft angeschaltet werden, die eigebntlich ausgeschaltet sein sollten. Anders ausgefrückt: Wasser aus Plastikflaschen führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu (epigenetischen, also umweltbedingten) Veränderungen unserer Genfunktion. Im Fall von Babyflaschen können die ersten Lebensmonate so Weichen für den Rest des Lebens stellen.
Prof. Dr. Gilbert Schönfelder sagte:
"Es gibt diverse wissenschaftliche Veröffentlichungen, die darauf hinweisen, dass niedrigste Dosierungen, Mengen an Bisphenol A, wenn sie aufgenommen werden, zu Veränderungen, zum Beispiel in dem Rahmen der Pubertät führen, zum Beispiel Veränderungen im Brustdrüsenwachstum führen, Veränderungen in der Größe zum Beispiel der Gebärmutter oder der Vagina führen können.“

Eine hitec-Sendung auf 3sat vom 12. 01. 2009 finden Sie als dreiteiliges Video auf youtube, für die eigentlich eine eigene Blog-Rubrik ('Horrorfilme') eingerichtet werden müsste:



Teil 2: Gefährliche Mahlzeiten (2/3)
Teil 3: Gefährliche Mahlzeiten (3/3)

Warum sich Zwillinge unterscheiden

Eineiige Zwillinge besitzen dieselben Gene, unterscheiden sich aber mit zunehmendem Alter immer mehr. Dass die Unterschiede im Laufe ihres Lebens zunehmen - sie treten bei älteren Zwillingspaaren etwa viermal so häufig auf - ist ein Hinweis darauf, dass epigenetische Veränderungen die Ursache dafür sind. D. h., bei jedem der Zwillinge werden auf der DNS unterschiedliche Gene an- oder abgeschaltet.

Dies kann zu zahlreichen Veränderungen führen, z. B. zu einer unterschiedlichen Anfälligkeit für psychische oder physische Krankheiten oder konkrere körperliche Merkmale. Forschungen aus dem Bereich der Epigenetik haben gezeigt, dass für diese unterschiedlichen Entwicklungen Umweltfaktoren verantwortlich sind wie z. B. Ernährungsverhalten oder körperliche Aktivität.
Möglicherweise sammeln sich auch geringfügige Veränderungen bei der Weitergabe der epigenetischen Prägung im Lauf des Alterns an."
heißt es in einem Artikel über eine Studie mit 80 Zwillingspaaren der Forscher um Mario Fraga vom Nationalen Krebszentrum in Madrid.

Mensch und Gene

Mit dem Human Genome Projekt wollte man das menschliche Genom (die Summe unserer Gene, d. h. Erbinformationen) vollständig entschlüsseln. Die Forscher stellten sich das Ganze wie eine Art Baukasten vor. Unsere Gene haben die Aufgabe, den Bauplan für die Produktion von Körperproteinen (Eiweißmolekülen) zu liefern. Man dachte, jedes Gen würde ein Protein produzieren und die Entschlüsselung des Genoms würde es - nach dem Baukastenprinzip - ermöglichen, defekte Gene zu identifizieren und zu reparieren.
Wir Menschen sind aber etwas komplexer. Bruce Lipton nannte das Ergebnis des Human Genome Projekts einen "kosmischen Witz": Viele Monate und Millionen von Forschungsgeldern später stellte sich heraus, dass wir Menschen etwa so viele Gene haben wie eine Maus, etwas mehr als doppelt so viel wie eine Fruchtfliege und weniger als Reis.
Das Universum hat tatsächlich eine Menge Sinn für Humor ...

mind over matter - Gedanken beeinflussen Moleküle



Candace Pert sagt, dass es nahezu unmöglich sei, dass Gedanken keine körperlichen Auswirkungen haben. Dr. Candace Pert hatte Grundlagenforschung im Bereich der Psychoneuroimmunologie betrieben und Peptide und Endorphine erforscht. Sie nennt sie 'Moleküle der Emotionen', da diese Moleküle das wichtige Bindeglied für die Zusammenhänge zwischen Körper, Psyche und Geist sind. Sie hatte gezeigt, dass unser Gehirn, unser endokrines Drüsensystem (Hormonsystem) und unser Immunsystem durch diese Moleküle nicht nur verbunden sind, sondern ständig miteinander kommunizieren.

Konjunkturzyklen beeinflussen das Körperwachstum

“Selbst kurzfristige Schwankungen der Konjunktur, Zyklen von zwei bis sieben Jahren beeinflussen biologische Prozesse wie das Körperwachstum.”
John Komlos, Wirtschaftshistoriker, zitiert nach: “Im Reich der Riesen” von Frank Thadeusz, Der Spiegel 45/ 2007
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