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Jeder Zehnte ist gefühlsblind

T-online meldete im Oktober 2010 unter dem Titel "Jeder Zehnte ist gefühlsblind":


"Das eigene Gefühlsleben bleibt ihnen fremd: Zehn Prozent der Bundesbürger sind
laut Studien gefühlsblind, Männer häufiger als Frauen. "Diesen Menschen fällt es
schwer, ihre Gefühle wahrzunehmen, zu beschreiben und zu interpretieren",
erläutert Henrik Kessler von der Universitätsklinik Bonn. Zwar ist die
sogenannte Alexithymie keine Krankheit, wie der Facharzt für Psychotherapie
betont. Aber auffällig oft entwickeln diese Menschen körperliche Beschwerden
ohne organische Ursache."
Die Gründe für Gefühlsblindheit reichen in den meisten Fällen weit in die Kindheit zurück. Bereits als Babys lernen wir, körperliche Empfindungen wie Aufregung/ Beschleunigung des Herzschlags, Schwitzen o. Ä. mit Emotionen in Verbindung zu bringen. Durch Beobachten der elterlichen Reaktionen lernen Babys bereits ab den ersten Lebenswochen, z. B. beim Stillen aus der Mimik der Mutter, diese Verknüpfungen herzustellen. Fehlen die Signale bzw. das Feedback, lernt ein Kind nicht, die eigenen Körperempfindungen zu deuten und mit Gefühlen in Zusammenhang zu bringen.

Fehlt diese Verknüpfung, fehlt auch das Verständnis für die Bedeutung der Körperempfindungen, und Gefühle werden oft sogar als Krankheitssymptome interpretiert. Pulsrasen kann ein Zeichen für Aufregung, Verliebtheit oder Angst sein. Fehlt die Verknüpfung zu den zugeordneten Gefühlen, kann die Herzreaktion auch als Anzeichen für eine Herzerkrankung interpretiert werden. Alexithymiker, also Gefühlsblinde, gehen häufiger zum Arzt. Und die Symptome verschlimmern sich, wenn sie sich nicht ernst genommen fühlen, weil der Arzt keine körperlichen Störungen finden kann. Auch Reizdarm-Erkrankungen und chronische Schmerzen treten bei Gefühlsblinden häufig auf.

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