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Gefahr aus Plastikflaschen

Flaschenwasser ist eine der größten Wachstumsbranchen überhaupt, mit jährlichen Steigerungsraten um ca. 7%. Flaschenwasser ist aus ökologischer Sicht eine Katastrophe, Wasser in Plastikflaschen auch in gesundheitlicher Hinsicht.
Einer Schweizer Studie zufolge belastet abgefülltes Wasser die Umwelt je nach Verpackung und Transportweg bis zu 1000 Mal so stark wie Leitungswasser. Im schlimmsten Fall werden für die Anlieferung einer Literflasche Mineralwasser aus dem Ausland 0,3 Liter Erdöl verbraucht. Anders ausgedrückt: Auf drei Schlucke Wasser kommt ein Schluck Öl.
Im Ausland ist es daher unter fortschrittlichen Stadtverwaltungen fast schon in Mode gekommen, Mineralwässer mit einem Bann zu belegen: In Liverpool und Göteborg, New York und San Francisco soll zumindest in Regierungsgebäuden nur noch Wasser aus der Leitung getrunken werden. Mit Ihrer Mineralwasserflasche können Sie sich dort nur vor die Tür stellen - zu den Rauchern.”
heißt es im Heft 7/2009 ‘Das Grüne Gewissen’ von GEO das neue Bild der Erde (weitere Informationen zu Flaschenwasser und gesundem Wasser finden Sie hier).

In Plastikflaschen, und erschreckenderweise auch in Babyflaschen sind zudem Weichmacher enthalten, die auch langfristig eine Gefahr für unsere Umwelt darstellen. Wohl am Bekanntesten ist der Stoff Bisphenol A geworden. Bisphenol A ist zwar ungiftig, aber er reichert sich im Körper an und ruft hormonähnliche Effekte hervor. Bisphenol A führt durch seine Ähnlichkeit mit den Auswirkungen des weiblichen Hormons Östrogen u. a. zunehmend zu Unfruchtbarkeit von Männern.

Die Auswirkungen sind aber noch viel weitreichender. Bisphenol A gleicht in seiner Molekularform Östrogen und dockt deshalb an Öströgenrezeptoren auf unserer Zellmembran an. Wenn diese aktiviert werden, können Gene dauerhaft angeschaltet werden, die eigebntlich ausgeschaltet sein sollten. Anders ausgefrückt: Wasser aus Plastikflaschen führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu (epigenetischen, also umweltbedingten) Veränderungen unserer Genfunktion. Im Fall von Babyflaschen können die ersten Lebensmonate so Weichen für den Rest des Lebens stellen.
Prof. Dr. Gilbert Schönfelder sagte:
"Es gibt diverse wissenschaftliche Veröffentlichungen, die darauf hinweisen, dass niedrigste Dosierungen, Mengen an Bisphenol A, wenn sie aufgenommen werden, zu Veränderungen, zum Beispiel in dem Rahmen der Pubertät führen, zum Beispiel Veränderungen im Brustdrüsenwachstum führen, Veränderungen in der Größe zum Beispiel der Gebärmutter oder der Vagina führen können.“

Eine hitec-Sendung auf 3sat vom 12. 01. 2009 finden Sie als dreiteiliges Video auf youtube, für die eigentlich eine eigene Blog-Rubrik ('Horrorfilme') eingerichtet werden müsste:



Teil 2: Gefährliche Mahlzeiten (2/3)
Teil 3: Gefährliche Mahlzeiten (3/3)

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